Draufsicht Film Screening 2019



Der Countdown läuft! Am 20. Dezember wollen wir euch im Filmrauschpalast Moabit zeigen welche Filme wir dieses Jahr produziert haben. Das Screening am Ende des Jahres ist mal wieder die ultimative Deadline für die Postproduktion. Werden wir alle Filme rechtzeitig fertig bekommen? Seht selbst! 😂 Mit dabei sind Klassiker, die wir jetzt endlich fertig bekommen haben und neue Projekte, zu denen uns die Idee erst vor ein paar Wochen kam.

Mit dabei: Entwicklungszusammenarbeit in der Kritik am Beispiel von Brasilien, Politisch engagierte Omas, eine filmisch-poetische Begegnung mit der eigenen Hautfarbe, Kamerun an der Schwelle eines Bürgerkriegs und neue Produktionen von unseren Kolleg:innen von Draufsicht Bamenda

20.12.2019 | 17 – 19 Uhr
Lehrter Str. 35, 10557 Berlin

Wir freuen uns über bekannte und unbekannte Gesichter. Der Eintritt ist wie immer frei, aber wir sammeln Spenden für das kommende “Community Journalism” Projekt von Draufsicht Bamenda. Bringt also große Scheine mit und bleibt danach noch für ein oder zehn Getränke! 😉

Community Journalismus in Kamerun unterstützen!

Draufsicht Bamenda hat gerade die Möglichkeit eine Menge Geld an Land zu ziehen, um das Projekt eine Nummer größer zu denken und für die kommenden zwei Jahre zu sichern! Wenn SODI es schafft 6.000 Euro zu sammeln, dann würde sich die Summe für das Community Journalismus Projekt VERZEHNFACHEN! ➡️ http://kamerun.sodi.de ⬅️

Im Detail:

Die seit mittlerweile drei Jahren anhaltende Krise im anglophonen Nord- und Südwesten Kameruns trifft in erster Linie die einfache Bevölkerung. Die Region hat sich zu einem Kriegsschauplatz zwischen dem Militär und den radikalisierten Milizen der Sezessionsbewegung verwandelt. Eine neutrale und auf die Folgen der Katastrophe ausgerichtete Berichterstattung ist äußerst selten. In Deutschland ist sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über das tatsächliche Ausmaß des Konflikts bewusst. Die kamerunische Regierung hat die Pressefreiheit im Land deutlich eingeschränkt und lässt unabhängige Journalist*innen entweder verhaften oder verfolgen. Obwohl sich schockierende Fotos und Videos von Verbrechen der Anhänger des Militärs und der Milizen
rasend schnell im Internet verbreiten, kann die Authentizität dieser Meldungen häufig nicht garantiert oder der Ursprung der Bilder eindeutig nachvollzogen
werden. Beide Seiten des Konflikts bedienen sich propagandistischer Strategien im Kampf um die Deutungshoheit des Geschehens.

Die ehrenamtliche Gruppe Draufsicht Bamenda produziert seit Anfang 2017 Filme und Radiosendungen, die sich für ein friedliches und konstruktives Miteinander stark machen. Damit wollen sie auch in angespanntester Lage weitermachen. Ohne sich auf eine der Seiten im Konflikt zu schlagen, erzählen die jungen Erwachsenen die Geschichten von denjenigen, die Familienmitglieder oder ihr Zuhause verloren haben. Die Mitglieder des Kollektivs erhalten Schulungen in den Bereichen Friedens- und Community-Journalismus, bei der Überprüfung von Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt und hinsichtlich der konfliktsensiblen Kommunikation mit Protagonist*innen. Sie selbst bieten für unterschiedliche Zielgruppen einen Raum für die emotionale Aufarbeitung von Erlebnissen, zum Beispiel mittels Theater-Workshops oder Übungen gewaltfreier Kommunikation. Ziel ist es zudem, ein solidarisches Netzwerk zu gründen, das junge Menschen im gemeinsamen kreativen Prozess zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft einlädt.

Um die Förderung dieses Projekts in Höhe von 66.670 Euro zu sichern, wird ein Spendenanteil von 6.670 Euro benötigt. Spenden ist ganz einfach: https://www.sodi.de/projekt/draufsicht-fuer-kamerun/

 

Nicole strampelt für die Velorution (Critical Mass)

Nicole (41) ist nicht nur Fahrrad-verrückt, sondern auch so oft wie möglich bei CRITICAL MASS dabei. Einmal im Monat protestiert sie gemeinsam mit tausenden anderen für eine fahrradfreundliche Stadt: Viva la Velorution! – Es lebe die Fahrrad-Revolution!

Ein Film von Karolin Hupfer und Tilman Hurlin.

“Mehr als 15 Radfahrer dürfen nach § 27 StVO einen geschlossenen Verband bilden […]. Für diesen Verband gelten sinngemäß die Verkehrsregeln eines einzelnen Fahrzeuges und er hat z. B. – als wäre er etwa ein Sattelzug – in einem Zug über eine Kreuzung mit Ampel zu fahren, selbst wenn diese zwischenzeitlich auf Rot umschaltet.” – Wikipedia: ‘Critical Mass’

Für die Reihe “Aktivist:innen” begleiten wir engagierte Menschen und ihre Formen des Protests.