Staffel 7 Episode 2 | Making a Documentary – Berlin goes Bamenda

Das Draufsicht-Redaktionsteam erhält internationale Unterstützung! Seit diesem Jahr machen wir gemeinsam mit unseren Freund*innen aus Kamerun Filme aus lokaler Perspektive zu globalen Themen.

Um die Grundsteine dieser Kooperation zu legen, ist das Berliner Team nach Bamenda im Nordwesten Kameruns  gereist. Während dieser intensiven Zeit des Austauschs konnten wir einander kennenlernen und an gemeinsamen Filmprojekten arbeiten.

Dieser Film nimmt uns mit auf die Reise und lässt die verschiedenen Teilnehmenden des Projekts zu Wort kommen. Wir erfahren, wie die Kooperation entstanden ist und welche Motivation die jungen Filmemacher*innen mitbringen. Die weiteren Ergebnisse dieser Reise gibt es bald hier bei uns auf YouTube zu sehen.

Staffel 7 Episode 1 | Nachhaltige Städte

Weltweit leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Doch wie kann das Stadtleben überhaupt nachhaltig gestaltet werden?

Darüber haben wir mit Prof. Volker Quaschning gesprochen, der an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz forscht. Wir haben ihn in einem sogenannten Plussolarenergiehaus getroffen, das seine Energie selbst produziert und speichert.

Energieautark ist auch der kleine Ort Feldheim in Brandenburg. Wir haben dort Siegfried Kappert getroffen, der für den Verein „Neue-Energien-Forum Feldheim“ Führungen durch den Windpark und die Biogasanlage anbietet. Der gesamte Bedarf an Energie und Wärme speist sich aus diesen erneuerbaren Quellen. Ein Modell, das sich auf größere Gemeinden und auch Städte übertragen lässt?

Nicht zuletzt haben wir mit Signe Heins und Sebastian Baum von den Weddingwandlern gesprochen. Sie setzen sich im Berliner Stadtteil Wedding für ein nachhaltiges Miteinander auf Kiezebene ein. Neben verschiedenen weiteren Projekten haben sie beispielsweise ein Lastenfahrrad gebaut, das von allen Anwohner*innen genutzt werden kann. Doch genügt das Engagement von Einzelnen, um Nachhaltigkeit weltweit zu fördern?

Staffel 6 Episode 5 | Kunst & Aktivismus

Seit ein paar Jahren und insbesondere seit dem Sommer der Migration wollen viele Künstler*innen Projekte mit/für geflüchteten Menschen realisieren. Was kann Kunst in dieser Umbruchsituation beitragen? Kann man solche Projekte als soziale Transformation sehen? Was können Kriterien für gute künstlerische Arbeit mit geflüchteten Menschen sein? Welche Perspektiven eröffnet künstlerische Arbeit für geflüchtete Menschen, die in einer neuen Gesellschaft ankommen?

In unserem ersten Teil der Sendung stellen wir das Filmprojekt „Terra Nova“ vor, das die Transformation des Brachgeländes des Jerusalem-Friedhofs in Neukölln begleitet hat. Außerdem haben wir „Die Gärtnerei“ besucht, ein Nachbarschaftsprojekt, in dem Geflüchtete, Künstler*innen, Architket*innen neue Wege des Zusammenlebens und Ankommens zusammen mit Nachbar*innen, Freiwilligen und Interessierten gehen.
Teil des Projekts ist die Arbeit in Garten und Werkstatt. Außerdem kommen Menschen im Schul- und Veranstaltungshaus zusammen und lernen mit- und voneinander.

„Terra Nova“ ist ein Filmprojekt von Constanze Fischbeck (Regie) und Sascha Bunge (Dramaturgie).
Es dokumentiert die Transformationen des Geländes des Jerusalem-Friedhofs in Neukölln, nah am Tempelhofer Feld: Ein aktiver Friedhof, Friedhofsbrache, experimenteller Garten und Veranstaltungshaus (Die Gärtenrei), Planungen für eine Flüchtlingsunterkunft und Sozialbau. Die Filmemacher*innen sehen das Gelände als ein „Terrain Vague“, ein Raum, wo vieles temporär ausprobiert werden kann.
Mehr Infos zur Preview des Filmprojekts am 18.09.16 – https://www.hkw.de/de/programm/projek…

„Die Gärtnerei“ wurde von der Schlesischen 27 und raumlabor Berlin in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Friedhofsverband Berlin-Mitte initiiert.
Das Projekt ist partizipativ und richtet sich an Freiwillige. Mehr Infos zu dem Projekt und den Veranstaltungen – http://diegaertnerei.berlin/

Home


https://raumlabor.net/

In unserem zweiten Teil, präsentieren Selda Asal und Özgür Erkök Moroder von Apartement Project ihr Projekt 2+1 – Rap Music Video Workshop für junge geflüchtete Menschen und gehen auf diese Fragen ein.

2+1 sind

Selda Asal ist Künstlerin und Gründerin von Apartment Project in Istanbul und Berlin – Kunstverein für kollaboratives künstlerisches Arbeiten

& Özgür Erkök Moroder ist Künstler, Musiker, Mitglied von Apartment Project

mehr Infos zum Projekt:

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Staffel 6 Episode 4 | Zukunftsfähige Alternativen zu Monsanto

Das Draufsicht-Redaktionsteam ist vom 14. – 16. Oktober nach Den Haag gereist, wo der Agrarkonzern Monsanto für seine Verbrechen gegen die Natur und Menschheit angeklagt wurde.

Dort haben wir zum Beispiel Vandana Shiva danach gefragt, warum Monsanto so gefährlich ist und wie wir uns dafür einsetzen können, dass wieder Menschen – und keine Konzerne – darüber entscheiden, wie wir uns ernähren.

Darüber hinaus kamen wir ins Gespräch mit sehr engagierten Menschen aus Berlin und Umgebung, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gerechtes Ernährungssystem einsetzen.

Gesprochen haben wir u.a. mit Louise Duhan (Slow Food Youth), Christine Pohl (Ernährungsrat Berlin), Toni Hasler (Food Assembly) und Anja Rillcke (Himmelbeet Berlin).

Staffel 6 Episode 3 | Breaking Stereotypes: Perspektiven von Süd-Freiwilligen auf weltwärts

In dieser Sendung möchte Draufsicht einen Beitrag dazu leisten, Vorurteile abzubauen und einen kritischen Blick auf das weltwärts-Freiwilligenprogramm ermöglichen. Ich, Dzebam Godlove, bin selbst ein Freiwilliger aus Kamerun und arbeite beim Solidaritätsdienst international. Zusammen mit meinem Mentor, Daniel Weyand, und dem Draufsicht-Team habe ich mit vier Individuen gesprochen, die sich in unterschiedlichen Arbeitsfeldern bewegen. Drei davon sind, wie ich, Freiwillige aus dem Globalen Süden.

Linda Ngobesing arbeitet als Freiwillige bei Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst. Sie kommt aus Kamerun, wo sie als Menschenrechtsaktivistin viel Energie dafür aufbringt, für die Rechte von Mädchen und die Emanzipation von Frauen zu kämpfen.

Tamaz Sozashvili ist ein tapferer Aktivist aus Georgien, der sich für die Rechte von LSBTI (Lesben, Schwule, Bi-, Trans und Intersexuelle) einsetzt. Er ist ein sehr freier Geist und setzt sich für eine Welt ein, die allen die gleichen Rechte zusichert. Er arbeitet bei der Queeren Unterkunft Treptow – Schwulenberatung Berlin.

Yerling Brenes Gonzales aus Costa Rica ist als Freiwillige bei ESTAruppin e.V. in Neuruppin tätig. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen und hat sehr innovative Ideen im Bereich des Street Soccer entwickelt.

Dieser Kurzfilm möchte ihre Erfahrungen teilen und zeigen, wie sie dazu beigetragen haben, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. Kristina Kontzi vom Verein glokal e.V. eröffnet darüber hinaus eine kritische Perspektive auf die weltwärts-Süd-Nord-Komponente, indem sie die Freiwilligen aus dem Globalen Norden und Globalen Süden und deren Rolle im deutschen Entwicklungsdiskurs gegenüberstellt.

Zusammenfassend bin ich, Dzebam Godlove, überzeugt, dass wir uns alle auf den Weg zum Berggipfel aufmachen und am Ende den gleichen Ausblick genießen werden. Die Unterschiede in der Welt sind letztendlich nicht so wichtig. Deshalb müssen wir diese Vorurteile gemeinsam überwinden.

Staffel 6 Episode 2 | Konsumkritik

In drei Kapiteln nähern wir uns dem Thema „Konsumkritik“ aus postkolonialer, feministischer und praxisnaher Perspektive.

EDEWA steht für „Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstands“ und ist nicht durch Zufall an das Akronym einer bekannten deutschen Handelskette angelehnt. Das Projekt entstand im Rahmen eines Seminars, das Dr. Natasha Kelly an der Humboldt Universität zu den Themen Rassismus und Sexismus gehalten hat. Im Fokus steht ein nachgebauter Supermarkt, der anhand der Reproduktion und Umdeutung von ausgewählten Produktbeispielen verdeutlicht, wie Rassismus und Sexismus unseren Alltag (auch beim Einkaufen) bestimmen.

Die Tiny House University ist ein Bildungsexperiment, das versucht das Bauen neu zu denken. Es geht darum eine Baukultur zu fördern, die „schneller, preiswerter, partizipativer und weniger korrupt ist“ Wir haben mit Yu und Dominik über ihre Hausprojekte gesprochen.

Staffel 6 Episode 1 | Obdachlosigkeit in Berlin

Armut ist kein Phänomen, was sich nur im Globalen Süden finden lässt. Auch hier in Deutschland leben Menschen unter der Armutsgrenze. Einige davon haben keinen festen Wohnsitz. Es gibt jedoch viele Gründe dafür, weshalb Menschen auf der Straße leben. Wir haben uns mit Uwe Tobias unterhalten, der in den 90er Jahren im frisch wiedervereinigten Berlin auf der Straße lebte. Heute bietet er gemeinsam mit Querstadtein Stadtführungen zum Thema an. Lena Mützel erzählt uns mehr zur Geschichte des Vereins. Rebecca Aust leitet die Einrichtung „FrauenbeDacht“, die sich an obdachlose Frauen richtet. Wir haben draufgeschaut, warum Angebote für Frauen wichtig sind und wie die Frauen in der Einrichtung leben.Tobias Hanßmann ist fast täglich mit dem Kältebus unterwegs. Wenn es besonders kalt ist, klingelt das Notfalltelefon recht häufig. Wir haben ihn in einer etwas ruhigeren Nacht bei einer seiner Touren durch Berlin begleitet.

Staffel 5 Episode 6 | 15 Jahre MDG 4-6: Menschen ohne Papiere und Gesundheit

Gesundheit und Krankheit werden in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich verhandelt. In dieser Sendung haben wir den Sozial- und Kulturanthropologen, Prof. Dr. Hansjörg Dilger, dazu befragt, auf welchen Annahmen unser Gesundheitssystem in Deutschland beruht und welche Ausschlüsse dadurch produziert werden. Manche Menschen, die hier in Deutschland leben, haben gar keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem. Mit Manuel Aßner vom Verein Grenzgänger konnten wir über die Situation von Menschen ohne Papiere, die in Deutschland bisher keinen Anspruch auf eine staatliche Krankenversicherung haben, sprechen. Berat Ergün berichtet aus dem Arbeitsalltag innerhalb der Pflegeeinrichtung Dosteli und den andauernden Kämpfen mit den Behörden um die Finanzierung von Pflegedienstleistungen für Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel.

Staffel 5 Episode 5 | 15 Jahre MDG3: Trans*rechte

Beim Thema Geschlechtergerechtigkeit wird nach wie vor von einem binären Zwei-Geschlechter-System ausgegangen. Mann und Frau. Andere Kategorien sind nicht vorgesehen. Trans*menschen, die Namen oder Personenstand ändern wollen, müssen in Deutschland immer noch ein invasives Gutachter-Verfahren durchlaufen. In dieser Sendung geht’s um Gender und Trans*rechte. Wir beschäftigen uns mit den Fragen: Was hat sich in den letzten Jahren getan? Was muss unbedingt passieren? Wie lebt es sich mit einer non-binären Identität? Welche Diskriminierungen erfahren Trans*menschen?

Staffel 4 Episode 9 | Share Economy

Unser Wirtschaftssystem ist in seiner heutigen Ausprägung auf beständiges Wachstum angewiesen. Um das System am Laufen zu halten, müssen jedes Jahr mehr Produkte und Dienstleistungen verkauft werden als im Jahr zuvor. Das kann nur gelingen, wenn Nachfrage und Konsum beständig steigen. Nach dem zweiten Weltkrieg führte das Wirtschaftswachstum wieder zu Wohlstand. Inzwischen hat das Wachstum seine Grenzen erreicht und unser Konsumverhalten führt in Ländern des globalen Südens zu Ausbeutung von Menschen und Ressourcen.
Könnte eine Wirtschaft, die auf Teilen statt auf Besitzen ausgerichtet ist, dem entgegenwirken? Darüber sprechen wir unter anderem mit der Philosophin Barbara Muraca und dem Unternehmer und Share-Economy-Aktivisten Andreas Arnold.

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