Community Journalismus in Kamerun unterstützen!

Draufsicht Bamenda hat gerade die Möglichkeit eine Menge Geld an Land zu ziehen, um das Projekt eine Nummer größer zu denken und für die kommenden zwei Jahre zu sichern! Wenn SODI es schafft 6.000 Euro zu sammeln, dann würde sich die Summe für das Community Journalismus Projekt VERZEHNFACHEN! ➡️ http://kamerun.sodi.de ⬅️

Im Detail:

Die seit mittlerweile drei Jahren anhaltende Krise im anglophonen Nord- und Südwesten Kameruns trifft in erster Linie die einfache Bevölkerung. Die Region hat sich zu einem Kriegsschauplatz zwischen dem Militär und den radikalisierten Milizen der Sezessionsbewegung verwandelt. Eine neutrale und auf die Folgen der Katastrophe ausgerichtete Berichterstattung ist äußerst selten. In Deutschland ist sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über das tatsächliche Ausmaß des Konflikts bewusst. Die kamerunische Regierung hat die Pressefreiheit im Land deutlich eingeschränkt und lässt unabhängige Journalist*innen entweder verhaften oder verfolgen. Obwohl sich schockierende Fotos und Videos von Verbrechen der Anhänger des Militärs und der Milizen
rasend schnell im Internet verbreiten, kann die Authentizität dieser Meldungen häufig nicht garantiert oder der Ursprung der Bilder eindeutig nachvollzogen
werden. Beide Seiten des Konflikts bedienen sich propagandistischer Strategien im Kampf um die Deutungshoheit des Geschehens.

Die ehrenamtliche Gruppe Draufsicht Bamenda produziert seit Anfang 2017 Filme und Radiosendungen, die sich für ein friedliches und konstruktives Miteinander stark machen. Damit wollen sie auch in angespanntester Lage weitermachen. Ohne sich auf eine der Seiten im Konflikt zu schlagen, erzählen die jungen Erwachsenen die Geschichten von denjenigen, die Familienmitglieder oder ihr Zuhause verloren haben. Die Mitglieder des Kollektivs erhalten Schulungen in den Bereichen Friedens- und Community-Journalismus, bei der Überprüfung von Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt und hinsichtlich der konfliktsensiblen Kommunikation mit Protagonist*innen. Sie selbst bieten für unterschiedliche Zielgruppen einen Raum für die emotionale Aufarbeitung von Erlebnissen, zum Beispiel mittels Theater-Workshops oder Übungen gewaltfreier Kommunikation. Ziel ist es zudem, ein solidarisches Netzwerk zu gründen, das junge Menschen im gemeinsamen kreativen Prozess zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft einlädt.

Um die Förderung dieses Projekts in Höhe von 66.670 Euro zu sichern, wird ein Spendenanteil von 6.670 Euro benötigt. Spenden ist ganz einfach: https://www.sodi.de/projekt/draufsicht-fuer-kamerun/